Die Parkinson Selbsthilfegruppe
Ibbenbüren &  Tecklenburger Land

Wir sind Betroffene: Parkinson-Erkrankte, deren Angehörige und Fördermitglieder, die uns unterstützen.

Die Diagnose Parkinson löst einen großen Schrecken aus und man fragt sich: „Warum gerade ich?“.

Sie kann aber auch eine Herausforderung sein, seinen Selbstwert neu zu bestimmen - trotz Parkinson. Sich ins Schneckenhaus zurück zu ziehen ist keine Lösung für uns.

Unser gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Parkinson-Erkrankten und deren Angehörigen. Sie suchen Menschen, die Ihre Krankheit verstehen? Für Sie und Ihre Angehörigen sind wir da und stehen Ihnen mit unseren Erfahrungen zur Seite.

Für ein erstes Gespräch kommen wir gerne zu Ihnen nach Hause - oder laden Sie zu uns ein.


Zögern Sie nicht. Anruf genügt!



Typisch Selbsthilfegruppe

  Einfach Informationen bekommen

In Vorträgen, Workshops, Gruppentreffen, Seminaren u. a. m. werden aktuelle Entwicklungen und neueste Behandlungsmethoden vorgestellt und erklärt.

  Einfach Kontakte knüpfen

Sie möchten Informationen und Erfahrungen über die Behandlung und den Umgang mit Parkinson austauschen? Dann finden Sie hier bestimmt den richtigen Ansprechpartner.

  Einfach sportlich sein

Sport verbindet, lenkt ab, ist gesund, erhält die Beweglichkeit und macht Spaß. Aktuell schwingen wir Smoveyringe und versuchen uns im Boulespiel.

  Einfach sportlich sein


Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartnerin:


Irmel WenzelIrmel Wenzel
(Gruppenleiterin)

An der Zechenbahn 13 a
49477 Ibbenbüren

Telefon: 05451  15978

  kontakt@parkinson-selbsthilfe-ibb.de

Wir treffen uns regelmäßig einmal im Monat im

Bauernhof-Café Holtkamps Deele
Bocketaler Str. 155
49479 Ibbenbüren-Laggenbeck

Telefon: 05451 88811


Hinweis: Wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie finden derzeit keine Veranstaltungen und Treffen unserer Selbsthilfegruppe statt.

Zitate unserer Mitglieder:  Durch die Gruppe habe ich...

...Stärke und Zuversicht erhalten!“

(Karin)

...erfahren: You'll never walk alone!“

(Andrea)

...viel über Parkinson gelernt und sie hat mir Kraft gegeben!“ 

(Hildegard)

...mehr Informationen bekommen als irgendwo anders!“ 

(Edeltraud)

...viele tolle Dinge erlebt, durch Tipps die Parkinsonsymptome verbessert und so mehr Lebensqualität bekommen!“ 

(Jürgen)

...die Verschiedenartigkeit der Erkrankung erfahren, meine Lethargie überwunden und bin wieder aktiv und lebensfroh!“ 

(Klaus)

...als Angehörige Fragen und Erfahrungen in einem geschützten Raum teilen können. Mit den Veranstaltungen zu aktuellen Therapien sind wieder Mut und Zuversicht eingekehrt!“ 

(Brigitte)

...keinen Stillstand in Sicht; immer eine Idee voraus; yes-we-can konsequent gelebt - Danke!“

(Michael)

...viele Informationen bekommen. Die Vorträge von Ärzten und Therapeuten zeigen interessante neue Möglichkeiten auf und täglicher Smoveysport macht mich beweglicher!“ 

(Florenz)

Die Krankheit Morbus Parkinson - was ist das?

Die Krankheit Morbus Parkinson ist nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der die Krankheit 1817 erstmals beschrieben hat. 

Es handelt sich um eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die bestimmte Gebiete des Gehirns betrifft. Die langsame Degeneration von Nervenzellen verursacht einen Mangel des Botenstoffes Dopamin im Gehirn und führt auch zu Bewegungsstörungen.

Es gibt drei Oberbegriffe von Parkinson-Erkrankungen:

  1. Morbus Parkinson ist die klassische Parkinson-Erkrankung, die viele Systeme im Gehirn betreffen kann und deshalb auch unterschiedlich verläuft. 

Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, die Häufigkeit nimmt im höheren Lebensalter zu. Der mittlere Krankheitsbeginn liegt zwischen 55 und 60 Jahren.

Die Bezeichnung Morbus Parkinson ist identisch mit der Bezeichnung Idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS).

Nicht-motorische Frühsymptome bei Morbus Parkinson: 

  • Riechstörung
  • Depression
  • Obstipation (weniger als 3 Stuhlentleerungen pro Woche)
  • REM-Schlaf-Verhaltensstörung (Traum wird in Motorik umgesetzt, nächtliches Umsichschlagen)

Motorische Frühsymptome bei Morbus Parkinson:

  • immer asymetrischer Beginn (z.B. verminderter Armschwung auf einer Seite)
  • reduzierte Fingerbeweglichkeit (Test: Dekrement beim Fingerteckeln)
  • schmerzhafte Steifigkeit (Schulter-Arm-Syndrom)
  • Ruckeln in der Bewegung des Armes oder der Hand (Zahnradphänomen)
  • Ruhetremor, der bei Aktivierung weniger wird


Die Diagnosestellung erfolgt anhand der motorischen Hauptsymptome und zusätzlicher Diagnostik wie Magnetresonanztomographie (MRT), Riechtestung, Mittelhirn-Sonographie und bei unklarer Diagnosestellung nuklearmedizinische Diagnostik (DaTSCAN):

Nach der Diagnosestellung unterstützt ein früher Beginn mit Parkinson-Medikamenten und zugleich aktivierenden Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, einen guten Verlauf der Krankheit und hält die Lebensqualität stabil.

Zusätzlich zum Morbus Parkinson gibt es zwei weitere Begriffe für Parkinson:

    2. Atypische Parkinson-Syndrome wie 

  • Multisystematrophie ( MSA) 
  • Progressive supranukleäre Paralyse (PSP)
  • Lewy -Körperchen -Erkrankung

Sie sind ähnlich wie Morbus Parkinson weisen aber noch andere zusätzliche Symptome auf. Atypische Parkinson- Syndrome werden nicht unter Morbus Parkinson zusammengefasst.

    3. Symptomatische Parkinson-Erkrankung kann z.B. durch Medikamente entstehen, nach einem Tumor oder Hirninfarkt.

Parkinson und Familie

Mit der Diagnose Parkinson überschlägt sich alles: Die Gefühle fahren Achterbahn - auch die der Angehörigen. Darauf sollten Angehörige besonders achten:


  • Unterstützung der Selbständigkeit, so wenig Hilfe wie möglich, soviel Hilfe wie nötig
  • Annehmen der Krankheit von beiden
  • gemeinsame Arztbesuche
  • Begegnung auf Augenhöhe mit Würde
  • eigene Grenzen setzen
  • eigene soziale Kontakte pflegen

Dürfen Angehörige auch an sich denken?

Die Parkinson-Krankheit bestimmt nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das der nächsten Angehörigen. Sie sind nicht selbst erkrankt und doch mittelbar von dieser Krankheit betroffen.

Aus der Aufgabe, gefordert zu sein und aus einer positiven Grundeinstellung erwachsen auch Fragen wie

„Schaffe ich das?“

„Was ist, wenn ich mal einmal nicht kann?“

„Darf ich meinen Hobbies weiter nachgehen?“

Angehörige sind oft unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Auf Wunsch von Angehörigen unserer Gruppe findet alle 6 bis 8 Wochen ein Treffen nur für Angehörige statt. Wir tauschen uns aus und bestärken uns. Das macht Mut. Psychologische Unterstützung haben wir von Frau Jeanette Overbeck, Dipl. Psychologin und –therapeutin aus Dülmen, beim Treffen bekommen.

Unser Angebot, uns zu treffen, kann wieder stattfinden, wenn Corona es zulässt.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Irmel Wenzel.

Junge Parkinsonkranke

Nichts ist mehr wie vorher, wenn ein junger Mensch an Parkinson erkrankt. Jungsein und Parkinson haben - ein Widerspruch?

Mindestens 10% der bundesweit 400.000 Betroffenen sind unter 40, manche sogar unter 30 und die Zahl steigt.

Die Diagnose ist ein tiefer Einschnitt in die bisherige Lebensplanung: Es treten Zukunftsängste auf, Angst vor dem Verlust der bisherigen Fähigkeiten und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Wie soll es weitergehen?

Wer sich seiner Krankheit stellt und sie annimmt, kommt meistens besser damit klar.

Wir bieten zahlreiche Angebote, um das Leben mit Parkinson zu erleichtern. Ein Stammtisch für Jungerkrankte und Jungebliebene findet alle 6-8 Wochen statt, Corona bedingt auch durch Zoom-Treffen.


Einfach Kontakt aufnehmen mit Karin Menger oder Michael Murphy.


Ziele und Angebote unserer Parkinson-Selbsthilfegruppe

Das gemeinsame Ziel unserer Parkinson Selbsthifegruppe ist die Verbesserung der Lebensqualität von Erkrankten und deren Angehörigen durch vielfältige Angebote:


  • Monatliche Gruppentreffen mit Erfahrungsaustausch über Morbus Parkinson
  • Wissenserwerb über die Krankheit durch Fachvorträge von Ärzten und Therapeuten nach neuesten Erkenntnissen
  • Wöchentlicher Sport mit Smovey-Ringen
  • Aufbau und Pflege sozialer Kontakte auch mit Spaß und Geselligkeit
  • Individuelle Beratung und Hilfestellung in sozialen Fragen
  • Mitgliederzeitschrift der Deutschen Parkinson Vereinigung
  • Fahrten zu Vorträgen über Parkinson in Fachkliniken
  • Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen im Gesundheitswesen
  • Ausflüge und vieles mehr 

Parkinson und Corona ein Aufklärungsfilm

Wirkungsweise von Parkinson-Medikamenten

DIE PARKINSON-TULPE

Die Krankheit Parkinson hat ein weltweites einheitliches Symbol: eine rote Tulpe.

Der Welt-Parkinson-Tag wird am 11. April begangen, als Erinnerung an den Geburtstag von Dr. James Parkinson (1755-1824), der die Erkrankung erstmals 1817 beschrieb (in seinem „Essay on the Shaking Palsy“). Zu seinen Ehren wurde im Jahr 1993 einer roten Tulpe in England der Name 'Dr. James Parkinson' gegeben, sie wurde von der EPDA, der Europäischen Parkinson-Vereinigung, als Symbol stilisiert und weltweit als Logo für die Parkinsonkrankheit eingeführt.